Montag, 18. April 2016

Fliesen fast fertig

Das Bad und der Hauswirtschaftsraum sind schon fertig...
...mehr Bilder folgen.


HWR im OG - mit schönem Ablauf, so ging es los
Und fertig - die kleine Mauer vor dem Loch war meine Idee ;-)

Duschnische mit LED Stripe :-)


Badezimmer - die Fliesen sind grau mit ein bisschen braun
Technik EG
WC EG
Bild des Bades im EG reiche ich noch nach...schon wieder vergessen zu fotografieren ;-)


Wir hatten ja in diesem Post nach euren Fliesen Vorlieben gefragt. Letztendlich haben wir uns aufgrund des Preises, der besseren Verarbeitbarkeit und der größeren Neutralität für die Floss Graphite von Living Ceramics entschieden.
In den Technikräumen sind günstige Fliesen von unserem Händler für 8 Euro verbaut. Diese passen farblich ganz gut zu den anderen und die kleinteilige Arbeit ist auch leichter umzusetzen.

Carport, Garage und Schuppen...

Hier sehr ihr in ein paar Bildern, was letzte Woche geschehen ist. Diese Woche werden dann noch die Flaschner- und Abdichtarbeiten gemacht.

Bauleiterin bei der Inspektion der Carport Tragkonstruktion


Bild von Südwest - Überdachung Hauseingang

Blick vom Carport in die Lagergarage
Schuppen für Gartengeräte, Fahrräder, Mülltonnen...
Jetzt wird abgedichtet - beim schönsten Sonnenschein :-)

Freitag, 12. Februar 2016

Estrich und Treppe

Nun ist unser Estrich im Haus. Die Luftfeuchtigkeit liegt oft über 90% - Dank meiner Schwiegereltern ist für eine regelmäßige Lüftung gesorgt. Leider ist es draußen relativ warm und feucht, aber das wird schon ;-)

Wir haben in den Feuchträumen Zementestrich verwendet und in den restlichen Räumen ein Anhydrit-Estrich mit einer Festigkeitsklasse von 6, da diese nur ca. 150 Euro mehr gekostet hat als die Festigkeitsklasse 4.

Hier mal ein Bild mit Estrich. Sieht doch langsam schon richtig wohnlich aus. Jetzt müssen wir nur noch die Decken fertig stellen und dann können wir mit dem Spachteln beginnen...
 

Natürlich gab es auch noch einige Vorarbeiten zu erledigen...

Damit der Estrich nicht die Treppe runter fliest mussten Estrichwinkel her. Da wir später ein Geländer aus Stahldraht anbringen, werden die Estrichwinkel aus Stahl gemacht und daran dann gleich das Geländer befestigt. Ursprünglich hatten wir eine Holztreppenunterkonstruktion angedacht. Qualitativ besser bzw. leiser soll allerdings eine Metallunterkonstruktion für die Stufen sein. So haben wir uns jetzt auch entschieden und uns gefällt es sehr gut, wie der Schlosser Winkel und Treppenwange hat schön aneinander anschließen lassen. Die schönste Bautreppe aller Zeiten ist das jetzt mit den Tritten vom Schreiner ;-) 
OG Estrichwinkel Treppe

Treppenwange und Holzstufen

Anschluss Treppenwange und Estrichwinkel

Die Dämmung zwischen den Lüftungsleitungen haben die Estrichbauer eingebracht, der Arbeitslohn hierfür wäre so gering, dass sich das nicht gelohnt hätte. Als ich die braune Pampe gesehen habe, die zwischen den Lüftungsleitungen eingebracht worden ist, war ich auch ein wenig froh darüber, dass wir das nicht gemacht haben. Außerdem hätten wir definitiv einen Styroporschneider benötigt.
Wir haben aber dann die Klettplatten für die Fußbodenheizungsleitungen auf die vorhandene Dämmung gelegt. Das Anspruchsvollste daran ist, dass alle Anschlüsse an die Wand und alle Stöße gut abgeklebt werden müssen. Damit der Estrich nicht unter die Dämmung fliest und diese mit den Heizungsleitungen anhebt.

Anschluss an der Lüftung, da brauchts noch einen Kasten
EG Bad / Abstellraum
Resteverwertung unter der Treppe

Hier sind die Leitungen für die Fußbodenheizung bereits verlegt. An den Türen bzw. überall dort, wo Dehnfugen in den Estrich kommen, wurden die Leitungen abgedeckt. Vieler Bilder habe ich davon nicht gemacht, aber alles gefilmt, hoffe ich ;-)

EG Übergang
EG Wohnzimmer groß
Warmer Flur ;-)
Dusche OG mit Heizschlangen vorm Gefälleestrich
Mittlerweile ist der Estrich auch geschliffen

Donnerstag, 4. Februar 2016

...nur zwei Bilder

Damit ihr einmal seht, wie es von außen aktuell aussieht, hier zwei Bilder. Allerdings vom Dezember, mittlerweile ist der Bauwagen verschwunden.
Ich finde das Haus so schwarz ja genial. Aber leider kosten schwarze Platten doch einiges mehr als unbehandelte Holzlatten von der Sägerei unseres Vertrauens - wenigstens wird dann die Garage und der Schuppen anthrazit. Darauf freue ich mich schon :-)))

Bild von Süden mit Erdhügel ;-)
Bilck von Westen, Nordseite noch ohne Garage :-(

Dienstag, 2. Februar 2016

Lüftungsleitungen verlegen

Was uns über Weihnachten beschäftigt hat, war unter anderem das Verlegen der Lüftungsleitungen. Diese sind recht einfach zu verlegen und werden ganz simple mit Lochband und schrauben befestigt.

Eine Herausforderung war dann aber doch die Befestigung in den Trockenbauwänden, in das Rigips konnten wir ja nicht schrauben. Wir haben deshalb erst kleine OSB Stücke am Rigips befestigt und dann das Lochband angeschraubt. Wir haben auch schon lediglich am Boden befestigte Leitungen gesehen, aber das hat uns nicht gefallen, weil die Leitungen doch recht "eigenwillig" sind. Zu dieser Zeit waren die Wände nur einseitig beplankt, da hätten die widerspenstigen Leitungen sicher nicht brav in der Wand ihre Position
gehalten.
Wandbefestigung mit OSB Hilfe
Im Arbeitszimmer war ein Luftauslass in die dünne Wand - Metallprofil 5 cm eingezeichnet. Hier hätte man sollen mit einer Reduzierung arbeiten und auf einen Flachkanal umstellen. Das hat uns und unserem Sanitärfachmann nicht gefallen, deshalb haben wir in Absprache mit unserem HLS Planer kurzerhand beides mit ca. 2 m Abstand in der dicken Wand (Metallprofile 10 cm) befestigt. 

Chaos im Arbeitszimmer und eine Planänderung
Diese Auslässe bzw. Anzugsstutzen (was ihr unten nicht seht ist das große Rohr auf das dann das Ventil kommt, im Bild oben mit einem roten Deckel verschlossen) werden dann an allen Stellen verteilt, wo Luft rein oder raus soll. Bei uns ist das in den OG Wänden und fürs Erdgeschoss in der OG Decke. Damit sich in der knappen Wand keine metallernen Vibrationsgeräusche ausbreiten, wenn der Stutzen das Rigips berührt, haben wir kurzerhand ein bisschen Dämmung aufgeklebt. War noch über. ;-) Der jeweils nicht verwendete Eingang für die Rohre wird mit einem Deckel versehen und abgeklebt. Wir haben aber auch alle anderen Anschlüsse abgeklebt mit Kaltschweißband - ein Teufelszeug, aber hält bombenfest. :-)
Anschlüsse mit Spezialdämmung ;-)
So sieht es in unserem Bad aus. Für die Befestigung der Lüftungsanlage an der Wand haben wir die Wände ebenfalls mit OSB Platten verstärkt, naja, in diesem Fall verstärken lassen. Irgendwie hatte der Zimmermann immer mehr Kraft als ich und dann haben die Schrauben nicht gezogen - Lösung: Zwei Zimmermänner ;-)
Bad Flur mit ca. der Hälfte der Lüftungen
So schaut unser HWR im OG aus. Links die Paul Lüftungsanlage und rechts die jeweiligen Verteiler für die Zu- und Abluft. Ich hoffe, dass ich die Beschriftung der Leitungen auch bis zum Ende fortgeführt habe...
Insgesamt haben wir 24 Lüftungsleitungen bzw. -kreise verlegt, wobei auch teilweise ein Auslass mit zwei Leitungen angefahren worden ist, z.B. beim Zuluftventil für unser Schlafzimmer.
HWR mit Lüftungsanlage und Verteiler für Zu- und Abluft

Freitag, 29. Januar 2016

Smarthome Hardware und Sensorik

Mittlerweile habe ich die komplette Hardware für meine Steuerung zusammen gekauft. Es wird eine Mischung aus Loxone und homematic. Wobei ich ja mittlerweile festgestellt habe, dass Loxone nicht nur ein Prinzip ist, sondern viele Systeme vereinen kann. Das ist genial.

Selbstverständlich kostet das auch seinen Preis, aber - abgesehen von der Verbindung / Eigenprogrammierung von Inselllösungen - habe ich noch kein derartig durchgängiges System gesehen.

Mein prinzipieller Aufbau wird wie folgt sein:

Loxone Komponenten

  • 1x Miniserver (Steuerung und Basis für weitere Verbindungen, inkl. digital ein/aus, analog, Relais)
  • 5x Extensions für digitale Eingänge, Relais, analoge Eingänge
  • 2x Dimmer Extensions für LED Leuchten mit integriertem Netzteil 230V
  • 2x 1-wire Extensions (Sensorik + Bewegungsmelder)
  • 1x DMX Extension Steuerung und Dimmung der Beleuchtung
  • 1x RS485 Extension (Anbindung Relaismodule, Anbindung Eltako Multisensor/Wetterstation)

Homematic Komponenten

  • 1x CCU2 als Basissteuergerät und Kommunikationsmittel zum Miniserver (Loxone)
  • 1x Busabschluss 
  • 1x LAN Modul Kommunikation der wired Geräte zur CCU2
  • 6x I/O Module / Schließerkontakte wired
  • 2x Funk Fensterkontakte optisch im OG 
  • evtl. später Anzeigegerät für Zustände z.B. alle Fenster zu, alle Lichter aus oder vgl. 

Weitere Komponenten

  • KMtronic Relaismodule steuerbar über RS485, Anleitung für Einbindung in Loxone hier
  • Eltako Multisensor (baugleich mit Elsner P03/3) steuerbar über RS485, Anleitung für Einbindung hier
  • wiregate Sensorik, VOC+Feucht+Temp, Feucht+Temp, Temp auf 1-wire Basis
  • e-service Sensorik, Temp außen, Solarsensor auf 1-wire Basis
  • technische Alternative, Strahlungssensor
  • Reedkontakte direkt vom Fensterbauer für die Balkonfenster/-türen im EG
  • Motorschloss und Fingerprint in der Hauseingangstüre
  • diverse Netzteile für die 12V, 24V LED Beleuchtung
  • DMX Controller für Beleuchtungssteuerung (noch nicht entschieden welchen)

 

Sensoren und Funktionen

Umweltsensoren

Weitere Sensoren Smarthome

Was dann verkabelungsseitig dabei heraus kommt, hat unseren Elektriker dazu bewogen zu sagen, wir hätten kein SmartHome, sondern ein Kabelhome - hier ein paar Eindrücke... ;-)

Rot = 1-wire 4x2x0,8 ISTY
Weiß = CAT7 Ethernet, 3/5x 1,5/2,5 z.B. für Steckdosen, Beleuchtung
Hellgrau = Ölflex für Raffstoremotoren
Gelb = CAT7 Loxone
Lila/Orange = Koax Doppel
Bad EG - 1-wire/Cat/Steckdose

Technikraum unten Leerrohre von den Außenwänden, oben Verkabelung vom OG

Bad OG, inkl. Lautsprecherkabel, Lüftungsleitungen, Dämmung

Bauherr kopflos beim Kabel-Hochbinden für den Estrich ;-)

Mittwoch, 20. Januar 2016

Trockenbau

Seit einigen Wochen sind wir dabei den Trockenbau zu machen. Genauer gesagt, wir sind dabei unsere Zimmerleute beim Trockenbau zu unterstützen. Eigentlich abgemacht war, dass wir den Trockenbau selbst machen, nach fachkundiger Anleitung und mit richtigem Handwerkszeug, aber folgende Punkte haben dies dann doch verhindert.

  • Knifflige Stellen, z.B. wie bekommt man die Metallständer richtig um die Metallsäulen rum, so dass man noch die daran anstoßende Wand gut befestigen und auch beplanken kann. 
  • Manchmal ist es aufgrund des Schallschutzes und der Befestigung wichtig zu wissen, mit welcher Wand man mit dem Beplanken nun startet und weiter fährt. Geht zwar alles irgendwie, muss aber nicht das Optimum für die Stabilität und den Schallschutz sein.
  • Wie werden am besten die Lüftungsrohre, Leitungen, Kabel ausgenommen und hinter der Wand gelegt, damit das nachher nicht zu Problemen führt, passt und nicht unnötig Zeit kostet. 
  • Einfache Dinge wie Abstände der Schrauben, wieviele Schrauben in der ersten Lage usw. usw. kann man ja schnell lernen und findet man evtl., aber auch im Netz gibt es verdammt viele, die Ratschläge geben, und dabei einfach nicht richtig liegen. Z.B. habe ich auch sehr oft nicht versetzte Stöße gesehen, oder Stöße direkt an den Türrahmen (bei einlagiger Beplankung).
  • Das Werkzeug war dann einfach doch nicht immer so verfügbar, wie gedacht. Nachdem wir einmal mit einem richtigen Rigipsschrauber unterwegs waren und auch mit den Rigipsaufsätzen für die normale Akkumaschine unterwegs war, muss ich sagen, das ist ein Krampf mit den Aufsätzen. Mal abgesehen von der Ausführung der Aufsätze (schräg, ungleiche Einschraubtiefen durch unsaubere Fertigung) fehlte der nicht vorhandene Momentenverlauf. Ich kann jedem nur empfehlen einen batteriebetriebenen Rigips-Magazinschrauber zu verwenden (leihen), das Schrauben geht so ultraschnell und gut, dass ich nichts anderes mehr möchte - Nachteile: Teurere Schrauben, weil Magazin und der Schrauber ist so schwer, dass mein Mann und ich nach ein paar Stunden Schrauben Schmerzen hatten in den Händen...
  • Der enorme Zeitaufwand, wenn man nur zu zweit am Wochenende oder am Feierabend arbeitet. Wir haben zu 90% der Zeit, als die Handwerker da waren mitgeholfen und auch noch zusätzlich am Samstagmittag, teilweise am Sonntag ein paar gemütliche Schraubstunden eingelegt. Dadurch, dass wir unsere ganze Zeit nur für die Mithilfe verwendet haben, sind wir jetzt lediglich 1 Woche hinter dem Plan.
  • Unterschiedliches Material, das nicht im Leistungsverzeichnis steht. Im Laufe der Arbeiten haben sich einige Dinge ergeben, z.B. wurde hier ein Brett, dort ein Balken, hier noch ein wenig OSB usw. usw. benötigt. Bei den Handwerkern ist das am nächsten Tag da, weil alles vorrätig. Noch wichtiger ist es aber, vorort zu wissen, was genau denn jetzt das beste Material für die Problemlösung ist. Das hätte uns auch einiges an Zeit gekostet. 
  • Als wir im EG angekommen waren, hatten wir ja schon ein kleines Gefühl fürs Rigips. Im EG sind einige tragende Wände bereits eingebaut gewesen. Holzständer mit einseitiger OSB Beplankung. Holzständer sind immer ein bisschen krumm, deshalb werden diese oft auch mit OSB + Rigips, nicht nur mit Rigips beplankt. In der Zeichnung stand 1-fach Rigips, da hatten wir kein gutes Gefühl. Einmal dagegen treten und Loch drin. Also, unser Zimmermann hat kurzerhand das OSB her gebracht, Nagelgerät, zack-zack und dran waren die OSB Platten. Hätten wir sicher nicht gemacht, wenn wir alleine gewesen wären. 
 Diese Eigenleistungen haben wir während des Trockenbaus bisher gemacht und waren sehr gut damit beschäftigt:
  • Dämmung in der EG Decke eingebracht
  • Dämmung zwischen den Wänden eingebracht
  • Rigps schleppen, da würde ich euch empfehlen dies etwas besser zu koordinieren, so dass gleich beim Haus aufstellen auch 1-2 Paletten mit dem Kran hinein gehoben werden
  • Das Team arbeitete meist so: Erfahrener schneidet die Rigipsplatten zu während der unerfahrene Schrauber die zuletzt angelegt Platte abschraubt, dann die neue Platte abschraubt, bis dann wieder die nächste geschnittene Platte kommt. Die zweite Lage ist erst nur ganz grob geheftet worden, dann nach Handwerker-Feierabend, Samstag und Sonntag fertig abgeschraubt von uns. Am Anfang hat das zweite Team dann die Metallständerwände aufgestellt, während Team 1 schon geschraubt hat.
Hier seht ihr einige Bilder, vorher, zwischendurch und nachher. Wenn der Estrich drin ist, dann müssen wir noch ie Decken beplanken, wenn wir uns dann endlich für die Beleuchtung und Verkabelung entschieden haben... ;-)


Obergeschoss, lediglich zwei Metallständer, sonst alles "nackt"
Hier ist der Metallpfeiler eingebettet worden, war richtig knifflig, weil direkt daran auch noch eine Tür musste
Deckendämmung fürs EG, hatte rote Hände von der feuchten Folie ;-)
Trockenbau im Bad, die Wanne sitzt :-)
Der Bauherr beim Dämmen der Zwischenwand :-) 
Rigips schleppen... uff, das ist nur die Hälfte...
OG mit der ersten Hauptwand
Küche mit Deckendämmung

Samstag, 26. Dezember 2015

Photovoltaik (PV)

Wir wollten die Entscheidung für die PV eigentlich vertagen. Aber dann war da das Gerüst und der Kran, wir wollten ja eigentlich ein Plus-Energiehaus und überhaupt wird die Vergütung immer geringer und die Bank hätte uns sowieso mit einem günstigen Kredit versorgt...
...ja, aus diesen Gründen haben wir gesagt, ruff mit dem Ding und fertig. :-)

Wir haben bei drei lokalen Anbietern angefragt und nachdem der Wechselrichter bei allen Anbietern der gleiche war, waren die Kostenunterschiede marginal. Bis auf den Hausbauer sind alle unsere Handwerker aus der Region, einige kennen wir sogar persönlich. Sicher würde es auch noch günstigere Anbieter geben, aber uns war und ist die Nähe wichtig. Für alle, die darauf keinen Wert legen können oder wollen, ist das hier sicher eine gute Anlaufstelle: Solaranlagen Portal

Alle drei Anbieter reagierten prompt auf Anrufe und E-Mails und waren für eine technische Diskussion (dynamische Regelung, Leistungsgröße und Wechselrichter) offen. Letztendlich hat bei uns derjenige das Rennen gemacht, der kurzerhand ins Auto gesprungen ist und uns nach Feierabend besucht hat. Ausgestattet mit PV Element, Leih DVD und Reinigungseinheit, die es auch noch kostenlos zum Vertrag dazu gibt. Das war ein so sympatischer Kontakt, dass auch mein Mann sofort dafür war, dass wir bei ihm unsere Anlage kaufen.

Sehr sympatisch war auch der Kontakt mit dem Montageleiter von Sunworks auf der Baustelle und wir haben uns auch wieder nett auf dem Richtfest mit dem Chef unterhalten. Die Lieferung der Elemente und die Montage hat perfekt terminlich gepasst und mittlerweile sind Blitzableiter angeschlossen und die Montagegestelle beschwert. Kostenneutral hat uns die Firma die besseren Bautenschutzmatten unterlegt und auch noch ein paar Steine mehr zur Befestigung drauf gelegt. Eine Verschiebung weiter nach Süden aufgrund der Schüssel, die in den Norden soll, haben sie auch kostenlos gemacht, obwohl dies einer erneuten Berechnung bedurfte. War aber alles okay und so sind wir jetzt stolze PV-Modulbesitzer. Der Wechselrichter kann noch nicht montiert werden, da die Garage dafür noch nicht existiert ;-)

Hier Bilder vom Dach mit PV, die Ausrichtung ist Ost-West, die Module sind im 15 Grad Winkel aufgeständert. Eine Südausrichtung hätte zwar absolut mehr Ertrag gebracht, weil aber die Vergütungssätze und viele andere Regularien dazu führen, dass sich die PV Anlagen bei hohem Eigenverbrauch lohnen, ist diese Ausrchtung mit gleichmäßig verteiltem Ertrag über den Tag wirtschaftlicher.


Blick nach Norden
Gleichzeitig zur Auswahl der PV haben wir uns auch für unsere Hausautomation mit Loxone entschieden. Loxone ist eine östereichische Firma, genau wie Fronius der Wechselrichter Hersteller. Da lag die Partnerschaft wohl nahe. Bisher gibt es lediglich eine sehr abgespeckte Schnittstelle ohne eine weitere Extension für die Loxone (mehr davon später). Wir haben uns aber dennoch für die Kombination mit Fronius entschieden, da wir davon ausgehen, dass die Schnittstelle immer verbessert wird, seitens Fronius liege dies lediglich noch an der Loxone Software.

In Deutschland gibt es mittlerweile einige Vorschriften und Regelungen, die man nicht vernachlässigen sollte bzw. die die PV Anlagenbauer automatisch einrichten.
  • 70% der installierten Leistung dürfen nur eingespeist werden. Habe ich also 8 kWp installiert, darf ich maximal 5,6 kW einspeisen. Was bei einer Südausrichtung an einem strahlungsintensiven Tag schon sehr wenig ist. Bei unserer Ost-Westausrichtung der Panels, ist die Wahrscheinlichkeit zwar gering, aber da. Die Grenze kann man "hart/statisch" regeln, einfach am Wechselrichter direkt den "Saft abderehen" oder eben "dynamisch". Dafür benötigt man eine Art Steuereinheit, die erst den aktuellen Verbrauch des Hauses "abzieht" und dann nur noch das über stehende Delta einspeist. Wieder im Beispiel: 8 kWp installiert, erzeugt werden 7 kW, da die Wärmepumpe gerade läuft und z.B. 1 kW Leistung benötigt, bleiben noch 6 kW "übrig" - abgeschnitten werden dadurch lediglich 0,4 kW - statt 1,4 kW. 
  • Ab einer Anlagengröße von mehr als 10 kWp muss man für die verbrauchte Leistung über 10 kW die EEG Umlage bezahlen. Das sind zwar nur ein paar Cent je kW, macht aber eine Anlagengröße zwischen 10,1 und ca. 13 kWp unsinnig. 
Für die 70% Regelung und weil Fronius damit sehr gute Auswertemöglichkeiten bietet haben wir uns für einen Smartmeter entschieden.

Wir hatten uns ursprünglich für 40 Heckert NeMo 60 Module mit je 250 kWp entschieden. Da es wohl bei dieser Größe Herstellungsprobleme gibt oder Heckert lieber die größeren Module vertreiben möchte, sind es jetzt 39 angeschlossene und 1 nicht angeschlossenes 255 kWp Module. Für die Stabilität ist das 40ste Modul da, mal sehen, ob wir es als Ersatzteil benötigen. Ich frage mich, ob es eine längere Lebensdauer hätte, wenn es abgedeckt wäre? Werden die Module direkt durch das UV-Licht blind?

Sonntag, 20. Dezember 2015

Flachdach

Long time no see... Oder so, auf der Baustelle geht es rasend voran, alle anderen Hobbys bleiben links liegen und abends sind wir zu müde um einfach nur auf dem Sofa zu sitzen. So ist das mit den Eigenleistungen aber Spaß macht es trotzdem.

Ich möchte euch noch ein paar Bilder zu unserem Flachdach zeigen. Jaaa, das soll so, da fehlt kein Dachstuhl. Wir wissen auch, dass das immer undicht wird. Wir wissen auch, ohne Dachboden und ohne Keller, das geht gar nicht. ;-)

Gleich nach dem das Haus stand, kammen unsere "Abdichter" und haben eine Lage Notabdichtung bzw. die Dampfbremse aufgebracht. Mit dem Brenner schön warm gemacht und dann mit einer kleinen Walze so zusammen gedrückt, dass eine kleine "Wurst" an den Stößen heraus drückt.


Hier hat unser Hausbauer zwei Abläufe aus Versehen auf der falschen Seite eingebracht. Vor der Abdichtung ist das noch korrigiert worden. Das Loch ausgestopft und zu gemacht, Folie drüber, fertig.

So sah dann das fertig abgedichtete Dach drei Tage später aus. Auf der Notabdichtung kamen dann noch Dämmkeile, die haben dann für die zwei Grad Neigung auf dem Dach gesorgt, so dass das Wasser schön bis zu den Abläufen kommt. 
Vier Standardabläufe in jedem Eck einer auf dem folgenden Bild dann einer der beiden Notabläufe, die einige Zentimeter höher gesetzt sind.
Als wir die Elektroinstallation vorbereitet haben, ist mir so eine Abdichtungsflüssigkeit auf den Kittel und die Hände geflossen. Sieht ganz harmlos aus, ist aber ein Höllenzeug. Trotz Waschpaste aus der Firma und schruppen bis die Finger fast blutig rot sind, ging das Zeug erst nach Tagen weg... soll ja recht sein, aber halt nur auf dem Dach ;-)


Als dann das Kies auf dem Dach war, habe ich noch in einer Feierabendaktion so kleine Ablaufgitter angebracht. Die in den Ecken sind einsteckbar und die gibt es auch für ein paar Euro aus Metall. Ich fand die aus Kunststoff auch ganz gut, habe dafür jeweils nur 1,50 Euro bezalt. Einstecken, Kies dran, fertig. Über die Notabläufe habe ich einfach ein beschichtetes Gitter gesteckt. Jetzt müssen wir zwar die Abläufe ständig kontrollieren, aber auf diese Weise sind die Dachrinnen, die ja dann später unter der Verschalung verschwinden, nie verstopft.

Hier seht ihr auch ein wenig von unserer schönen Attika Blechabdeckung. Keine (hässlichen) senkrechten Aufkantungen, sondern alles aufwendig ineinander gebogen und glatt angebracht. Eine schöne Arbeit.