Mittwoch, 21. September 2016

Aussenansichten

Hier ein paar Impressionen, es wird...

So sah das noch im Juni aus, herrlicher Klatschmohn

Mittlerweile sind der Süden + Westen fertig verschalt

Emoton - Area

Wir hatten ja ursprünglich geplant, dass wir unsere Trockenbauwände nur spachteln und dann streichen, alles als Eigenleistung. Wir hatten die Öko-Farbe Keim Biosil im Auge, weil wir damit schon richtig gute Erfahrungen gemacht haben.

Nun, nachdem wir uns darüber informiert haben, wie eine Wand gespachtelt werden muss, die auch nur gestrichen gut aussieht, sind dann doch ein paar Zweifel gekommen. Hier der Link zu den unterschiedlichen Spachtelqualitäten. Wird nur gestrichen, sollte es schon mindestens Q3 sein. Das scheint ab und zu für manche Handwerker (wenn man so einigen Hausbauberichten glauben darf) doch sehr anspruchsvoll zu sein, wie sollten wir das dann gut hin bekommen?

Parallel zu den Überlegungen war ich mit der Firma Emoton im Gespräch. Ich hatte einmal einen Bericht über eine ökologische Trockenbauplatte gelesen. Dieses Patent wurde dann von der Firma Emoton aufgegriffen und optimiert. Für uns war es zu spät für diese Trockenbauplätte, auch preislich wäre sie für uns wahrscheinlich unmöglich gewesen. Aber dabei sind wir auf den Tonspachtel gestoßen, der kann auch nach einer Grundierung direkt auf die Rigipsplatten aufgebracht werden und ist einfach zu verarbeiten. Schien also die Lösung zu sein, weshalb wir uns dafür entschieden haben. Da das Produkt doch relativ neu ist, ist auch der Kundenservice super, alle Fragen sind beantwortet worden, es gab auch einige Tipps.

Hier unsere Vor- und Nachteilauflistung, die eben geprägt von unseren persönlichen Erfahrungen als Laien mit dem Produkt ist:

Vorteile
  • Der letzte, anspruchsvolle Spachtelgang von Q2 zu Q3 kann gespart werden
  • Man erhält auch ohne Streichen sofort eine fertige Oberfläche
  • Der Putz enthält keine Konservierungsstoffe, wird immer frisch angerührt
  • Da der Putz nicht abbindet, sondern trocknet, hält sich das Angerührte einige Stunden bis Tage - deshalb ist er auch relativ einfach zu verarbeiten, allerdings muss man schauen, dass man immer nass in nass verarbeitet, sonst sieht man die Anschlussstellen
  • Umweltfreundlich: "besser als Lehmputz", da der Tonanteil höher ist, die ganzen Lehmeigenschaften wie "feuchtigkeitsausgleichend" und "schadstoffaufnehmend" sind hier also noch stärker vorhanden
  • Im Gegensatz zu normalen kalkhaltigen Putzen bekommt man keine verätzten Hände
Neutral
  • Eine ganz glatte Oberfläche gibt es nur mit mindestens 2 Arbeitsgängen, 1. Auftragen und dann nach dem Trocknen die Nachbehandlung, z.B. Bürsten, Schleifen, Reiben - allerdings gefällt uns die nicht so 100% glatte Oberfläche an den Stellen, an denen wir ein gleichmäßiges Bild geschafft haben. Sieht nicht ganz so nach Arztpraxis oder Krankenhaus aus ;-)
  • Nach dem Anrühren muss man erst einige Stunden warten, das hat man allerdings ganz schnell intus und man arbeitet einfach mit mehreren Eimern bzw. Wannen
  • Die Decken sind sehr anstrengend zu verputzen, gegenüber dem Streichen mit der Rolle fehlt ja der lange Stiel - gilt aber ja für alle Putze, das Spachteln und auch das Tapezieren

Nachteile
  • Die Oberfläche trocknet an, darunter ist es noch länger feucht, deshalb kann es sein, dass man sein schönes Strichbild komplett "verwischt"
  • Gegenüber einer weiteren Spachtelung und Streichen recht teuer, auch gegenüber anderen Putzen

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis, wenn wir auch noch ein paar Stellen nacharbeiten möchten. Hier ein paar Impressionen:

Voll dabei, nach den Decken hat Manuel schlimm ausgesehen ;-)

Die graue "Blunotte" Wohnzimmerwand, sieht super aus!!!

Lichtplanung mit LEDs Tipps

Mit LEDs zu planen ist nicht so trivial wie mit Glühbirnen. Bei Glühbirnen hat man so ungefähr im Kopf, dass 40W ein bisschen nettes Licht machen, man mit 60W etwas anfangen kann und wenn man es so richtig hell will, 100W her müssen ;-) Bei LEDs kommen noch einige Dinge hinzu, die man beachten sollte:
  • Die Wattzahlen lassen sich nicht direkt mit denen von Glühbirnen vergleichen.
  • Ein Indikator für die Helligkeit wird mit dem Lichtstrom in Lumen (lm) angegeben. Dabei hat eine Lampe mit ca. 400 lm ähnlich viel Leuchtkraft wie eine 40W Lampe.
  • Anhaltswerte für Beleuchtungsstärken für unterschiedliche Bereiche werden aber nicht in Lumen, sondern in lux angegeben. lux ist die Einheit für Lumen / je qm.
  • Die Ausleuchtung ist auch anders bei LEDs als bei Glühbirnen, weil diese nicht in alle Richtungen strahlt, sondern meist unter einem Winkel das Licht abgibt. Üblich sind bei LEDs 35-38°, 60° und 120°. Wobei man z.B. bei den Spots um eine Arbeitsplatte zu beleuchten oder Akzente zu setzen eher auf einen kleineren Winkel gehen sollte. Möchte ich einen Raum ausleuchten, dann sind eher Winkel von 120° sinnvoll, denn sonst muss man alle paar cm einen Spot setzen.
  • Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Farbtemperatur. Waren "früher" nur LEDs mit kaltweißem Licht um die 4.000 Kelvin zu bekommen, gibt es jetzt durchaus auch Leuchten mit warmweißen LEDs 2.700/3.000K. Auch hier kann man einen Vergleich anstellen, 2.700K hat ca. eine 40W Glühbirne, eine 200W Glühbirne hingegen hat ca. 3.000K. Kaltweißes Licht ist in Räumen sinnvoll, wo die Augen stark beansprucht werden, z.B. am Schreibtisch/Arbeitsplatz, evtl. auch im Bad am Spiegel, denn die Augen ermüden langsamer. Im Wohnbereich hingegen wird gern mit warmweißem Licht geplant, hier sollte man darauf achten, dass Leuchten eines Raumes eine gleiche Farbtemperatur aufweisen.
Obergeschoss

Ein Problem im Obergeschoss ist die geringe Deckenhöhe. Wir haben hier nur eine einfache Lattung 30 mm unter der Dampfbremse (Intello, bis 80°C), darauf dann einlagig Gipskarton mit 12,5 mm. Teilweise hängt die Dampfbremse auch zwischen der Lattung runter, weil die Zellulose Dämmung ziemlich satt eingeblasen worden ist.

Die großen Winkel bekommt man, wenn man die kleinen LEDs, wie man sie auch von Stripes kennt auf einem flachen Träger befestigt. Für die kleinen Winkel ist eine Art Spiegel notwendig, die das LED Licht bündelt. Durch die Bündelung bauen diese Einbauspots relativ tief 5-10 cm (gilt auch für Halogen-Spots). Deshalb habe ich kleine Leuchten gesucht, die sehr flach bauen und auch nicht viel Temperatur entwickeln, dementsprechend haben sie einen großen Winkel und relativ wenig Lumen. Das habe ich aber für die tollen Daten in Kauf genommen.
Diese Leuchten hier benötigen nur ca. 12,5 mm Tiefe und haben in Summe 380 Lumen, richtig hell wird es dabei nicht, aber sie lassen sich schön als Stimmungslicht einsetzen. Genial dabei ist auch, dass ich sie über zwei Kanäle mit einer unterschiedlichen Lichttemperatur ansteuern kann. Ich habe sie vor jedem OG Fenster in den Schlafräumen angebracht und auch zusätzlich zu den Wandleuchten im OG Flur.

Monaco LED 24V

Größenvergleich mit Deckel, Einbau-D = 50 mm

Das Bad möchte ich komplett über einen LED Stripe am Spiegel beleuchten, so wie hier in diesem Blog. Allerdings ist unsere Dusche hinter einer Wand, weshalb wir uns hier noch eine andere Lösung haben einfallen lassen. Ich habe Leuchten IP44 gesucht und gefunden, allerdings waren diese mit 230V betrieben. In der Duschnische hatte ich aber nur eine Einbau-LED Beleuchtung mit 12V gefunden. Was ich nicht wollte war, dass irgendwo in der geschlossenen Duschwand ein Trafo liegt, für die Beleuchtung der Dusche hatte ich aber nur eine Zuleitung... Deshalb haben wir entschieden, dass jetzt die komplette Dusche mit einem 24V LED Stripe beleuchtet wird. Denn von den kleinen Nischen Einbau-LEDs hätte ich zur Beleuchtung ca. 20 Stück gebraucht um die Dusche hell zu bekommen ;-)
Die Aluprofile für den Einbau bekommt man mit genau 12,5 mm, auch für 15 mm (die waren mir allerdings zu teuer und zu breit). Deshalb habe ich noch im Baumarkt zusätzliche 2 mm Aluleisten gekauft und diese dann unter die Profile schrauben lassen. Jetzt haben wir dann genau das Profil so, dass wir es schön anspachteln und -putzen können. :-)

Aluprofile auf die Deckenlattung montiert

Nische mit Kabel (kommt von oben)

Bilder von der fertigen Installation folgen dann, wenn wir endlich aufgeräumt und alles installiert haben ;-)



Montag, 18. April 2016

Fliesen fast fertig

Das Bad und der Hauswirtschaftsraum sind schon fertig...
...mehr Bilder folgen.


HWR im OG - mit schönem Ablauf, so ging es los
Und fertig - die kleine Mauer vor dem Loch war meine Idee ;-)

Duschnische mit LED Stripe :-)


Badezimmer - die Fliesen sind grau mit ein bisschen braun
Technik EG
WC EG
Bild des Bades im EG reiche ich noch nach...schon wieder vergessen zu fotografieren ;-)


Wir hatten ja in diesem Post nach euren Fliesen Vorlieben gefragt. Letztendlich haben wir uns aufgrund des Preises, der besseren Verarbeitbarkeit und der größeren Neutralität für die Floss Graphite von Living Ceramics entschieden.
In den Technikräumen sind günstige Fliesen von unserem Händler für 8 Euro verbaut. Diese passen farblich ganz gut zu den anderen und die kleinteilige Arbeit ist auch leichter umzusetzen.

Carport, Garage und Schuppen...

Hier sehr ihr in ein paar Bildern, was letzte Woche geschehen ist. Diese Woche werden dann noch die Flaschner- und Abdichtarbeiten gemacht.

Bauleiterin bei der Inspektion der Carport Tragkonstruktion


Bild von Südwest - Überdachung Hauseingang

Blick vom Carport in die Lagergarage
Schuppen für Gartengeräte, Fahrräder, Mülltonnen...
Jetzt wird abgedichtet - beim schönsten Sonnenschein :-)

Freitag, 12. Februar 2016

Estrich und Treppe

Nun ist unser Estrich im Haus. Die Luftfeuchtigkeit liegt oft über 90% - Dank meiner Schwiegereltern ist für eine regelmäßige Lüftung gesorgt. Leider ist es draußen relativ warm und feucht, aber das wird schon ;-)

Wir haben in den Feuchträumen Zementestrich verwendet und in den restlichen Räumen ein Anhydrit-Estrich mit einer Festigkeitsklasse von 6, da diese nur ca. 150 Euro mehr gekostet hat als die Festigkeitsklasse 4.

Hier mal ein Bild mit Estrich. Sieht doch langsam schon richtig wohnlich aus. Jetzt müssen wir nur noch die Decken fertig stellen und dann können wir mit dem Spachteln beginnen...
 

Natürlich gab es auch noch einige Vorarbeiten zu erledigen...

Damit der Estrich nicht die Treppe runter fliest mussten Estrichwinkel her. Da wir später ein Geländer aus Stahldraht anbringen, werden die Estrichwinkel aus Stahl gemacht und daran dann gleich das Geländer befestigt. Ursprünglich hatten wir eine Holztreppenunterkonstruktion angedacht. Qualitativ besser bzw. leiser soll allerdings eine Metallunterkonstruktion für die Stufen sein. So haben wir uns jetzt auch entschieden und uns gefällt es sehr gut, wie der Schlosser Winkel und Treppenwange hat schön aneinander anschließen lassen. Die schönste Bautreppe aller Zeiten ist das jetzt mit den Tritten vom Schreiner ;-) 
OG Estrichwinkel Treppe

Treppenwange und Holzstufen

Anschluss Treppenwange und Estrichwinkel

Die Dämmung zwischen den Lüftungsleitungen haben die Estrichbauer eingebracht, der Arbeitslohn hierfür wäre so gering, dass sich das nicht gelohnt hätte. Als ich die braune Pampe gesehen habe, die zwischen den Lüftungsleitungen eingebracht worden ist, war ich auch ein wenig froh darüber, dass wir das nicht gemacht haben. Außerdem hätten wir definitiv einen Styroporschneider benötigt.
Wir haben aber dann die Klettplatten für die Fußbodenheizungsleitungen auf die vorhandene Dämmung gelegt. Das Anspruchsvollste daran ist, dass alle Anschlüsse an die Wand und alle Stöße gut abgeklebt werden müssen. Damit der Estrich nicht unter die Dämmung fliest und diese mit den Heizungsleitungen anhebt.

Anschluss an der Lüftung, da brauchts noch einen Kasten
EG Bad / Abstellraum
Resteverwertung unter der Treppe

Hier sind die Leitungen für die Fußbodenheizung bereits verlegt. An den Türen bzw. überall dort, wo Dehnfugen in den Estrich kommen, wurden die Leitungen abgedeckt. Vieler Bilder habe ich davon nicht gemacht, aber alles gefilmt, hoffe ich ;-)

EG Übergang
EG Wohnzimmer groß
Warmer Flur ;-)
Dusche OG mit Heizschlangen vorm Gefälleestrich
Mittlerweile ist der Estrich auch geschliffen

Donnerstag, 4. Februar 2016

...nur zwei Bilder

Damit ihr einmal seht, wie es von außen aktuell aussieht, hier zwei Bilder. Allerdings vom Dezember, mittlerweile ist der Bauwagen verschwunden.
Ich finde das Haus so schwarz ja genial. Aber leider kosten schwarze Platten doch einiges mehr als unbehandelte Holzlatten von der Sägerei unseres Vertrauens - wenigstens wird dann die Garage und der Schuppen anthrazit. Darauf freue ich mich schon :-)))

Bild von Süden mit Erdhügel ;-)
Bilck von Westen, Nordseite noch ohne Garage :-(

Dienstag, 2. Februar 2016

Lüftungsleitungen verlegen

Was uns über Weihnachten beschäftigt hat, war unter anderem das Verlegen der Lüftungsleitungen. Diese sind recht einfach zu verlegen und werden ganz simple mit Lochband und schrauben befestigt.

Eine Herausforderung war dann aber doch die Befestigung in den Trockenbauwänden, in das Rigips konnten wir ja nicht schrauben. Wir haben deshalb erst kleine OSB Stücke am Rigips befestigt und dann das Lochband angeschraubt. Wir haben auch schon lediglich am Boden befestigte Leitungen gesehen, aber das hat uns nicht gefallen, weil die Leitungen doch recht "eigenwillig" sind. Zu dieser Zeit waren die Wände nur einseitig beplankt, da hätten die widerspenstigen Leitungen sicher nicht brav in der Wand ihre Position
gehalten.
Wandbefestigung mit OSB Hilfe
Im Arbeitszimmer war ein Luftauslass in die dünne Wand - Metallprofil 5 cm eingezeichnet. Hier hätte man sollen mit einer Reduzierung arbeiten und auf einen Flachkanal umstellen. Das hat uns und unserem Sanitärfachmann nicht gefallen, deshalb haben wir in Absprache mit unserem HLS Planer kurzerhand beides mit ca. 2 m Abstand in der dicken Wand (Metallprofile 10 cm) befestigt. 

Chaos im Arbeitszimmer und eine Planänderung
Diese Auslässe bzw. Anzugsstutzen (was ihr unten nicht seht ist das große Rohr auf das dann das Ventil kommt, im Bild oben mit einem roten Deckel verschlossen) werden dann an allen Stellen verteilt, wo Luft rein oder raus soll. Bei uns ist das in den OG Wänden und fürs Erdgeschoss in der OG Decke. Damit sich in der knappen Wand keine metallernen Vibrationsgeräusche ausbreiten, wenn der Stutzen das Rigips berührt, haben wir kurzerhand ein bisschen Dämmung aufgeklebt. War noch über. ;-) Der jeweils nicht verwendete Eingang für die Rohre wird mit einem Deckel versehen und abgeklebt. Wir haben aber auch alle anderen Anschlüsse abgeklebt mit Kaltschweißband - ein Teufelszeug, aber hält bombenfest. :-)
Anschlüsse mit Spezialdämmung ;-)
So sieht es in unserem Bad aus. Für die Befestigung der Lüftungsanlage an der Wand haben wir die Wände ebenfalls mit OSB Platten verstärkt, naja, in diesem Fall verstärken lassen. Irgendwie hatte der Zimmermann immer mehr Kraft als ich und dann haben die Schrauben nicht gezogen - Lösung: Zwei Zimmermänner ;-)
Bad Flur mit ca. der Hälfte der Lüftungen
So schaut unser HWR im OG aus. Links die Paul Lüftungsanlage und rechts die jeweiligen Verteiler für die Zu- und Abluft. Ich hoffe, dass ich die Beschriftung der Leitungen auch bis zum Ende fortgeführt habe...
Insgesamt haben wir 24 Lüftungsleitungen bzw. -kreise verlegt, wobei auch teilweise ein Auslass mit zwei Leitungen angefahren worden ist, z.B. beim Zuluftventil für unser Schlafzimmer.
HWR mit Lüftungsanlage und Verteiler für Zu- und Abluft

Freitag, 29. Januar 2016

Smarthome Hardware und Sensorik

Mittlerweile habe ich die komplette Hardware für meine Steuerung zusammen gekauft. Es wird eine Mischung aus Loxone und homematic. Wobei ich ja mittlerweile festgestellt habe, dass Loxone nicht nur ein Prinzip ist, sondern viele Systeme vereinen kann. Das ist genial.

Selbstverständlich kostet das auch seinen Preis, aber - abgesehen von der Verbindung / Eigenprogrammierung von Inselllösungen - habe ich noch kein derartig durchgängiges System gesehen.

Mein prinzipieller Aufbau wird wie folgt sein:

Loxone Komponenten

  • 1x Miniserver (Steuerung und Basis für weitere Verbindungen, inkl. digital ein/aus, analog, Relais)
  • 5x Extensions für digitale Eingänge, Relais, analoge Eingänge
  • 2x Dimmer Extensions für LED Leuchten mit integriertem Netzteil 230V
  • 2x 1-wire Extensions (Sensorik + Bewegungsmelder)
  • 1x DMX Extension Steuerung und Dimmung der Beleuchtung
  • 1x RS485 Extension (Anbindung Relaismodule, Anbindung Eltako Multisensor/Wetterstation)

Homematic Komponenten

  • 1x CCU2 als Basissteuergerät und Kommunikationsmittel zum Miniserver (Loxone)
  • 1x Busabschluss 
  • 1x LAN Modul Kommunikation der wired Geräte zur CCU2
  • 6x I/O Module / Schließerkontakte wired
  • 2x Funk Fensterkontakte optisch im OG 
  • evtl. später Anzeigegerät für Zustände z.B. alle Fenster zu, alle Lichter aus oder vgl. 

Weitere Komponenten

  • KMtronic Relaismodule steuerbar über RS485, Anleitung für Einbindung in Loxone hier
  • Eltako Multisensor (baugleich mit Elsner P03/3) steuerbar über RS485, Anleitung für Einbindung hier
  • wiregate Sensorik, VOC+Feucht+Temp, Feucht+Temp, Temp auf 1-wire Basis
  • e-service Sensorik, Temp außen, Solarsensor auf 1-wire Basis
  • technische Alternative, Strahlungssensor
  • Reedkontakte direkt vom Fensterbauer für die Balkonfenster/-türen im EG
  • Motorschloss und Fingerprint in der Hauseingangstüre
  • diverse Netzteile für die 12V, 24V LED Beleuchtung
  • DMX Controller für Beleuchtungssteuerung (noch nicht entschieden welchen)

 

Sensoren und Funktionen

Umweltsensoren

Weitere Sensoren Smarthome

Was dann verkabelungsseitig dabei heraus kommt, hat unseren Elektriker dazu bewogen zu sagen, wir hätten kein SmartHome, sondern ein Kabelhome - hier ein paar Eindrücke... ;-)

Rot = 1-wire 4x2x0,8 ISTY
Weiß = CAT7 Ethernet, 3/5x 1,5/2,5 z.B. für Steckdosen, Beleuchtung
Hellgrau = Ölflex für Raffstoremotoren
Gelb = CAT7 Loxone
Lila/Orange = Koax Doppel
Bad EG - 1-wire/Cat/Steckdose

Technikraum unten Leerrohre von den Außenwänden, oben Verkabelung vom OG

Bad OG, inkl. Lautsprecherkabel, Lüftungsleitungen, Dämmung

Bauherr kopflos beim Kabel-Hochbinden für den Estrich ;-)

Mittwoch, 20. Januar 2016

Trockenbau

Seit einigen Wochen sind wir dabei den Trockenbau zu machen. Genauer gesagt, wir sind dabei unsere Zimmerleute beim Trockenbau zu unterstützen. Eigentlich abgemacht war, dass wir den Trockenbau selbst machen, nach fachkundiger Anleitung und mit richtigem Handwerkszeug, aber folgende Punkte haben dies dann doch verhindert.

  • Knifflige Stellen, z.B. wie bekommt man die Metallständer richtig um die Metallsäulen rum, so dass man noch die daran anstoßende Wand gut befestigen und auch beplanken kann. 
  • Manchmal ist es aufgrund des Schallschutzes und der Befestigung wichtig zu wissen, mit welcher Wand man mit dem Beplanken nun startet und weiter fährt. Geht zwar alles irgendwie, muss aber nicht das Optimum für die Stabilität und den Schallschutz sein.
  • Wie werden am besten die Lüftungsrohre, Leitungen, Kabel ausgenommen und hinter der Wand gelegt, damit das nachher nicht zu Problemen führt, passt und nicht unnötig Zeit kostet. 
  • Einfache Dinge wie Abstände der Schrauben, wieviele Schrauben in der ersten Lage usw. usw. kann man ja schnell lernen und findet man evtl., aber auch im Netz gibt es verdammt viele, die Ratschläge geben, und dabei einfach nicht richtig liegen. Z.B. habe ich auch sehr oft nicht versetzte Stöße gesehen, oder Stöße direkt an den Türrahmen (bei einlagiger Beplankung).
  • Das Werkzeug war dann einfach doch nicht immer so verfügbar, wie gedacht. Nachdem wir einmal mit einem richtigen Rigipsschrauber unterwegs waren und auch mit den Rigipsaufsätzen für die normale Akkumaschine unterwegs war, muss ich sagen, das ist ein Krampf mit den Aufsätzen. Mal abgesehen von der Ausführung der Aufsätze (schräg, ungleiche Einschraubtiefen durch unsaubere Fertigung) fehlte der nicht vorhandene Momentenverlauf. Ich kann jedem nur empfehlen einen batteriebetriebenen Rigips-Magazinschrauber zu verwenden (leihen), das Schrauben geht so ultraschnell und gut, dass ich nichts anderes mehr möchte - Nachteile: Teurere Schrauben, weil Magazin und der Schrauber ist so schwer, dass mein Mann und ich nach ein paar Stunden Schrauben Schmerzen hatten in den Händen...
  • Der enorme Zeitaufwand, wenn man nur zu zweit am Wochenende oder am Feierabend arbeitet. Wir haben zu 90% der Zeit, als die Handwerker da waren mitgeholfen und auch noch zusätzlich am Samstagmittag, teilweise am Sonntag ein paar gemütliche Schraubstunden eingelegt. Dadurch, dass wir unsere ganze Zeit nur für die Mithilfe verwendet haben, sind wir jetzt lediglich 1 Woche hinter dem Plan.
  • Unterschiedliches Material, das nicht im Leistungsverzeichnis steht. Im Laufe der Arbeiten haben sich einige Dinge ergeben, z.B. wurde hier ein Brett, dort ein Balken, hier noch ein wenig OSB usw. usw. benötigt. Bei den Handwerkern ist das am nächsten Tag da, weil alles vorrätig. Noch wichtiger ist es aber, vorort zu wissen, was genau denn jetzt das beste Material für die Problemlösung ist. Das hätte uns auch einiges an Zeit gekostet. 
  • Als wir im EG angekommen waren, hatten wir ja schon ein kleines Gefühl fürs Rigips. Im EG sind einige tragende Wände bereits eingebaut gewesen. Holzständer mit einseitiger OSB Beplankung. Holzständer sind immer ein bisschen krumm, deshalb werden diese oft auch mit OSB + Rigips, nicht nur mit Rigips beplankt. In der Zeichnung stand 1-fach Rigips, da hatten wir kein gutes Gefühl. Einmal dagegen treten und Loch drin. Also, unser Zimmermann hat kurzerhand das OSB her gebracht, Nagelgerät, zack-zack und dran waren die OSB Platten. Hätten wir sicher nicht gemacht, wenn wir alleine gewesen wären. 
 Diese Eigenleistungen haben wir während des Trockenbaus bisher gemacht und waren sehr gut damit beschäftigt:
  • Dämmung in der EG Decke eingebracht
  • Dämmung zwischen den Wänden eingebracht
  • Rigps schleppen, da würde ich euch empfehlen dies etwas besser zu koordinieren, so dass gleich beim Haus aufstellen auch 1-2 Paletten mit dem Kran hinein gehoben werden
  • Das Team arbeitete meist so: Erfahrener schneidet die Rigipsplatten zu während der unerfahrene Schrauber die zuletzt angelegt Platte abschraubt, dann die neue Platte abschraubt, bis dann wieder die nächste geschnittene Platte kommt. Die zweite Lage ist erst nur ganz grob geheftet worden, dann nach Handwerker-Feierabend, Samstag und Sonntag fertig abgeschraubt von uns. Am Anfang hat das zweite Team dann die Metallständerwände aufgestellt, während Team 1 schon geschraubt hat.
Hier seht ihr einige Bilder, vorher, zwischendurch und nachher. Wenn der Estrich drin ist, dann müssen wir noch ie Decken beplanken, wenn wir uns dann endlich für die Beleuchtung und Verkabelung entschieden haben... ;-)


Obergeschoss, lediglich zwei Metallständer, sonst alles "nackt"
Hier ist der Metallpfeiler eingebettet worden, war richtig knifflig, weil direkt daran auch noch eine Tür musste
Deckendämmung fürs EG, hatte rote Hände von der feuchten Folie ;-)
Trockenbau im Bad, die Wanne sitzt :-)
Der Bauherr beim Dämmen der Zwischenwand :-) 
Rigips schleppen... uff, das ist nur die Hälfte...
OG mit der ersten Hauptwand
Küche mit Deckendämmung